Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie · HarsefeldRaum für Entwicklung.
Baumzeichen der PraxisHans-Adolf HildebrandtPRAXIS FÜR KINDER- UND JUGENDLICHENPSYCHOTHERAPIE IN HARSEFELD

/ Zur Person / Weiterbildungen und Publikationen / Ein Analytisch-sozialpsychologisches Konzept der Suchtentwicklung

Publikationen

Ein Analytisch-sozialpsychologisches Konzept der Suchtentwicklung

Ein Analytisch-sozialpsychologisches Konzept der Suchtentwicklung

Wiener Zeitschrift für Suchtforschung 2006 Nr. 3, 29. Jg., Nr. 3

Der von der psychoanalytischen Suchttheorie vernachlässigte Zusammenhang zwischen den psychodynamischen und psychopathologischen Funktionsweisen des Menschen und den psychosozialen und materiellen Umweltbedingungen ist Gegenstand der Analytischen Sozialpsychologie. Auf der Grundlage der Charakterologie von E. Fromm wird ein analytisch-sozialpsychologisches Erklärungsmodell der Sucht entwickelt, mit dem gewohnheitsmäßiger und missbräuchlicher Suchtmittelkonsum von Sucht unterschieden und „echte“ Sucht als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben werden können. Gesellschaftliche Entfremdungsprozesse manifestieren sich in einer Spaltung des Selbst und in Charakterstrukturen, die Fromm als nicht-produktive Orientierungen bezeichnet.

Entfremdung ist zwar allen nicht-produktiven Charakter-Orientierungen inhärent, für die Frage, ob aus Missbrauch Sucht wird, ist jedoch die Stabilität von produktiven und nicht-produktiven Orientierungen entscheidend.

Nicht-produktive Charakter-Orientierungen, bei denen die durch gesellschaftliche Entfremdungsprozesse bedingte Spaltung der Persönlichkeit stabil ist und die durch ihr ausgeprägtes Regressionsniveau charakterisiert sind und zum Verfallssyndrom konvergieren, prädestinieren zur Entwicklung einer süchtigen Persönlichkeit.

Zurück zu Weiterbildungen und Publikationen ↗