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Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Der Beitrag reflektiert die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die therapeutische Arbeit im Rahmen meiner Tätigkeit als niedergelassener Kindern- und Jugendlichenpsychotherapeut. Unter dem Brennglas der Pandemie treten Konflikte und Defizite hervor, die in der Alltagsroutine überdeckt waren von einem Schleier der „Normalität“.
Dargestellt und reflektiert werden konzeptionelle Veränderungen im äußeren Setting im Hinblick auf ihre psychodynamischen Auswirkungen (Übertragung, Gegenübertragung, Widerstand) insbesondere in Bezug auf die gruppenanalytische Behandlung unterschiedlicher Altersgruppen. Die durch die Pandemie erhöhten Anforderungen an die Compliance geben Anlass, Eltern enger in die Behandlung einzubinden.
Nach über zwei Jahren der Kontaktbeschränkungen („Lockdown“) des öffentlichen Lebens werden die Stimmen lauter, die eine Rückkehr zur Normalität fordern. Die Pandemie kann dazu anregen, ein „Zeitgeist-Phänomen“ aufzudecken, nämlich die Schwierigkeit des Einzelnen, einen Zugang zu seinen inneren Wachstumsmöglichkeiten zu erlangen.
